Luberon

Roussillon, Frankreich
Roussillon

Im Herzen der Region Luberon

…in der Provence überraschen das Auge die grünenTäler, die wilden, engen Schluchten und aufragenden Gebirgskämme unter einem stahlblauen Himmel, und rücken alles andere in den Hintergrund.  Und wenn der mächtige, tagelang wütende Mistral das Rhonetal hinuntergefegt ist und der wilde Rhytmus der nächtelang klappernden Fensterläden die Menschen „fada“ gemacht hat, dann ist der Himmel noch klarer und strahlender und das Blau des Mittelmeers scheint näher denn je…

Die immer ebenso stolzen wie romantischen Bergdörfer des Luberon trotzen seit jeher den Naturgewalten und bewachen auch noch heute den Zugang zu den vielen fruchtbaren Tälern, während sorgfältig gepflegte und bewirtschaftete Weinberge – die vergleichsweise preiswerte Weine produzieren – mit Obsthainen, Lavendelfeldern, Kirschbäumen und Zypressen wechseln und dieses einzigartige und unverwechselbare, mediterrane Landschaftsbild formen, das uns immer wieder so magisch anzieht.

Die mittlerweile berühmten Bergdörfer bieten durchaus verführerische Variationen desselben architektonischen Themas des Südens, dennoch hat jedes dieser kleinen, reizvollen Dörfer seinen ganz eigenen Charakter.  Flanieren Sie durch die engen schattigen Gassen und Sie werden die Unterschiede erkennen: die Farbe der Mauern, der Türen und Fensterläden, das Muster und Mosaik der Steine und Pflaster, die plätschernden Dorfbrunnen in der Mittagshitze des Südens, die Art und Weise, wie Blumen gepflanzt und variiert werden, oder die idyllische Lässigkeit der Cafés und Bistros.

 Jedes dieser einzigartigen und wunderschönen mittelalterlichen Dörfer des Luberon hat etwas ganz Besonderes zu bieten – es liegt an Ihnen, geben Sie sich die Zeit es zu entdecken und gebührend zu feiern.

Hier einige Daten und Fakten:

Der Luberon…

…ist eine große Gebirgskette von Kalksteinfelsen unter 1200 Meter, die sich rund 50 km südöstlich von Avignon in Südfrankreich (Département Vaucluse, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur) befindet. Er unterteilt sich in den westlich gelegenen Petit Luberon (Kleiner Luberon) und dem sich im Osten anschließenden Grand Luberon (Großer Luberon). Höchster Berg ist der Mourre Nègre mit 1125 m. Der Luberon bildet zugleich einen Kamm auf der Nordseite des Durance-Tals. Als Regionaler Naturpark Luberon ist der Luberon seit 1977 unter Schutz gestellt und zeichnet sich durch das Vorkommen vieler seltener Pflanzen und Tiere aus.

Das Gebiet ist größtenteils bewaldet (überwiegend mit Flaumeichen; 600 ha im Kleinen Luberon mit Atlas-Zedern) und wird im Übrigen landwirtschaftlich genutzt. Wie der größte Teil der Provence hat der Luberon ein reizvolles ländliches Gepräge. Wein (Côtes du Luberon), Obst, Gemüse, Getreide und Lavendel sind die wichtigsten Produkte der Gegend, die außerdem durch ihre Höhlen, ihre steilwandigen Täler und ihre auf Felshängen thronenden, malerischen Dörfer bekannt geworden ist. Der im Luberon produzierte Wein führt, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, das AOC-Siegel ‚Appellation Luberon Contrôlée‘.

Historische Bedeutung erlangte der Luberon insbesondere in der im 16. Jahrhundert zunehmenden Verfolgung der Vaudois. Diese auch Waldenser genannte Bevölkerung und als häretische Sekte bezichtigte Bewegung wollte seit dem 12. Jahrhundert den katholischen Glauben und die überkommene Kirche mit einem neuen Glaubensbild reformieren. Aufgrund starker Verfolgung durch Papst und König zogen sich ihre Anhänger unter anderem in die unzugänglichen Bergregionen des Luberon zurück, wovon einige der heute noch auf Bergkuppen existenten befestigten Wehrdörfer künden. Im Jahr 1545 wurde unter Führung des Barons von Oppéde ein fürchterliches Massaker in 24 Dörfern des Luberon verrichtet, bei dem mehr als 2000 Menschen umgekommen sein sollen. Nicht nur wegen dieser Tragödie ist das Gebiet auch archäologisch von einigem Interesse.

Dank seiner Schönheit und des Mittelmeerklimas ist das Gebirge seit jeher sehr beliebt. In den letzten Jahren gewinnt auch der Grand Luberon zunehmend an Attraktivität, was sich auf den regionalen Immobilienmarkt auswirkt.

Der Luberon wird von Individualtouristen, Weinkennern, Wanderern und Radfahrern wegen seiner mediterranen und reizvollen Landschaft geschätzt. Abseits der großen Städte und Touristenattraktionen können auf abgelegenen Straßen, Wegen und Pfaden unzählige malerische Bergdörfer, duftende Lavendelfelder, weite Olivenhaine, endlose Weinberge und auch regionale Weingüter besichtigt werden. Ein Radrundweg führt mit ca. 250 Kilometern um den gesamten Luberon auf gut befestigten (zumeist asphaltierten) Straßen abseits der großen Hauptverkehrsadern herum. (quelle: wikipedia 2020)

Unterkunft im Luberon:

Das „Mas de Guilles“ liegt auf einem großen Grundstück außerhalb von Lourmarin. Das Hotel ist ein „Relais du Silence“, das heißt, es geht ruhig und kultiviert zu. Entsprechend gesetzteren Alters sind die Gäste. Doppelzimmer ab 90 Euro, das Frühstück kostet 20 Euro extra (guilles.com).

Das herrschaftlich eingerichtete „La Bastide des Gordes“ ist ein luxuriöses Spa-Hotel in dem mittelalterlichen Städtchen Gordes, das auf einem Hügel über dem breiten Tal des Naturparks Luberon hockt und, ebenso wie Lourmarin, zu den zertifiziert schönsten Ortschaften Frankreichs zählt. Neben dem Spa gehören drei Restaurants zum Haus, eines davon hat einen Michelin-Stern. Doppelzimmer mit Frühstück ab 290 Euro (labastidedegordes.airellescollection.com).

Der Pariser Guillaume Toutain richtete im Gutshof aus dem 18. Jahrhundert am Rande von Lourmarin sein Bed & Breakfast „Maison Collongue“ ein. Vier Hektar Garten, Swimmingpool, Bio-Frühstück, kultivierte Atmosphäre. Doppelzimmer mit Frühstück ab 150 Euro (maison-collongue.com).

Einige ausgesuchte Buchtips:

 „Correspondance Albert Camus, René Char“ (Edition Gallimard). Der Briefwechsel zwischen Camus und dem Dichter René Char, der in L’Isle-sur-la-Sorgue lebte, ist bislang nur auf Französisch erhältlich. Camus schrieb vor seinem Unfalltod im Januar 1960 am Roman „Le premier homme“, der später unvollendet erschienen ist, auf Deutsch unter dem Titel „Der erste Mensch“ (Rowohlt).

Peter Mayles weitverbreitete kleine Provence-Bücher sind allesamt amüsant geschrieben und leicht zu lesen. Bester Einstieg ist der Welterfolg „Mein Jahr in der Provence“, der sich in 40 Sprachen über vier Millionen Mal verkaufte und der wie dessen Fortsetzung „Toujours Provence“ bei Droemer Knaur erschienen ist.

Umgebung Lourmarin: 

Carine und Roland Coupat betreiben die Olivenproduktion und Ölmühle Bastide du Laval in der Nähe der Kleinstadt Cadenet. Im Shop werden lokale landwirtschaftliche Produkte und die eigenen Öle verkauft. Öldegustationen und Führungen durch die Olivengärten auf Anfrage (bastidedulaval.com).

Antiquitäten: Die Messe „Antiques Art and You“ im Städtchen L’Isle-sur-la-Sorge findet immer im August statt (foire-isle-sur-sorgue.fr).

Auskunft: Französische Zentrale für Tourismus, france.frluberoncoeurdeprovence.com

WARNUNG-ATTENTION:

Das Chambre d’hotes “ Les acanthes entre vielles pierres et vegetation“ in Lauris war nicht bereit trotz Covid-19-Reisewarnnung für die Provence, uns im Oktober 2020 unsere geleistete Anzahlung zurückzuzahlen, sondern verwies ohne jegliches Bedauern nur auf seine Buchungsbedingungen. Wenig korrekt und gastfreundlich, meinen wir. Unser Urteil daher: nicht empfehlenswert !

The Hotel „Les Acanthes“ in Lauris (www.lesacanthes-lauris.com ) was not willing to pay back our deposit in the times of Covid-19 with travel warnings for Provence in October 2020. No recommendation from us!

tags: provence,luberon,camargue,cote d’azur,aix en provence,alpes maritimes,arles,menton

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten