
Avignon ist voller Geschichte und voller Leben.
Avignon war der Sitz der Päpste und Stadt der Kunst und Kultur, des Theaters, der Museen. Avignon ist zwar eine kleine Stadt, die aber alles hat, was eine große bieten kann und noch viel mehr ..
Von mittelalterlichen Straßen und Häusern bis hin zu privaten Villen aus der Renaissance, die durch all ihre alten und verlockenden Plätze führen … Und die vielfältigen und verführerischen gastronomischen Angebote von familiengeführten Restaurants über gute und preiswerte bis hin zu einigen der besten mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Köche.
Avignon lädt Sie zu einem Aufenthalt inmitten seiner lebendigen Geschichte ein: das historische Stadtzentrum, der Papstpalast , alle Bischofsgebäude und die Saint-Bénézet-Brücke sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Place de l’Horloge:
Hier befindet sich das Rathaus, das zwischen 1845 und 1851 über einem ehemaligen Kardinalpalast erbaut wurde, in dem der alte befestigte Turm aufbewahrt wurde, der im 15. Jahrhundert mit Uhr und Jacquemart in einen Glockenturm verwandelt wurde. Daneben beherbergt das Stadttheater, ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert, die Avignon-Oper, und ganz oben bietet sich noch immer das entzückende Ambiente im Belle-Époque-Stil an.
Ursprünglich das Forum von Avenio, dem Namen der Stadt unter den Römern im 1. Jahrhundert v. Chr., Ist der Place de l’Horloge immer noch das „Zentrum“ von Avignon. Der Platz ist ein Treffpunkt, der von Cafés und Restaurants umringt wird. Genau wie der Place du Palais etwas höher, ist es eine riesige Promenade, auf der Sie den Tag verbringen können, um im Sommer alle Straßenkünstler zu beobachten.
Und wie der Name schon sagt, steht hier der alte Papstpalast, Wahrzeichen der Stadt und beeindruckendes Denkmal für die Bedeutung von Avignon in der christlichen Welt des Mittelalters.
Der Palast wurde im 13. Jahrhundert hauptsächlich von zwei Päpsten erbaut – dem strengen Benedikt XII. Und seinem Nachfolger, dem viel weniger asketischen Clemens VI. – und wurde zum größten gotischen Bauwerk in ganz Europa. Eine Besichtigung des Palastes, zu der auch die privaten Apartments der Päpste mit ihren fabelhaften Fresken gehören, ist ein Muss in Avignon.

Palast des Papstes
Neben dem Palast wurde die Kathedrale Notre-Dame des Doms , die 1150 im provenzalischen romanischen Stil erbaut wurde, 1840 auf die erste Liste historischer Denkmäler gesetzt. Von der Spitze ihres Glockenturms aus segnet die Statue der Jungfrau Maria, Ganz in Gold vergoldet, 6 Meter hoch und 4500 Kilo schwer, die Stadt.
Wenn Ihnen all diese Pracht und dieser Überschwang bereits den Kopf verdrehen, gehen Sie zum Rocher des Doms , der Wiege der Stadt, und machen Sie eine erfrischende Pause zwischen den Pfauen und Schwänen am Teich. Von hier aus haben Sie einen Panoramablick über die gesamte Stadt, ihre Ziegeldächer und Glockentürme sowie über Villeneuve-les-Avignon und alle umliegenden Gebiete.
Auf der anderen Seite führt die Fußgänger- und Einkaufszone zum Place Pie und den Halles , der Markthalle mit einem hängenden Garten . Die Stände sind ein Treffpunkt für die Menschen in Avignon und bieten alle Arten von Speisen und Leckereien. Hier geht man nicht mit leerem Magen!
Nicht weit von dort hat der Place des Carmes auch zwei sehr beliebte Märkte: einen Blumen- und Bauernmarkt am Samstagmorgen und den Flohmarkt am Sonntag. Der Platz hat seinen Namen von den prächtigen karmelitischen Kreuzgängen und der Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert.
Oder Sie fahren in das unkonventionelle Viertel Avignon in die Rue des Teinturiers, die vom kleinen Fluss Sorgue begrenzt wird. Wenn es nicht das Zentrum von Avignon ist, ist die Straße eines ihrer „Herzen“. Diese reizvolle Kopfsteinpflasterstraße wird heute von Künstlern und Musikern sowie von den Avignonnais besucht und stammt aus dem Mittelalter und der Zeit, als die Textilindustrie noch in Betrieb war.
Wenn sich die Wasserräder, von denen vier noch aus ihrer Blütezeit stammen, nicht mehr drehen, swingt die Straße mit ihren Weinbars, kleinen coolen Restaurants, musikalischen Abenden, alles in einem fast dörflichen Ambiente.
Wenn Sie Ihren Horizont im wahrsten Sinne des Wortes erweitern möchten, machen Sie doch eine Tour über die Stadtmauern . Die Stadtmauer von Avignon ist nach der Chinesischen Mauer die zweitlängste durchgehende Mauer der Welt. Sie können den Fußweg über dieMauern vom Rocher des Doms oder von der Saint Anne-Treppe hinter dem Palast aus erreichen.
Dann können Sie auch auf der berühmten Brücke von Avignon tanzen. Die Saint-Bénézet-Brücke wurde um 1180 gebaut – der Legende nach von einem einfachen Hirten auf wundersame Weise -, um die Stadt mit Villeneuve-les-Avignon zu verbinden.
Im Laufe der Jahre zerstörten ein Krieg und aufeinanderfolgende Überschwemmungen durch die Rhône die Brücke teilweise. Heute sind die St.-Nikolaus-Kapelle aus dem 12. Jahrhundert sowie vier Bögen erhalten, von denen die Spannweite eine erstaunliche Leistung für diese Zeit darstellt.
Am Fuße der Brücke befindet sich der Anlegesteg für die Kabelfähre, die Sie kostenlos zur Insel Barthelasse bringt, um einen Spaziergang durch die Landschaft zu machen, nur einen Steinwurf von der Stadt entfernt.
Es sei denn, Sie erkunden lieber eines der Museen, von denen Avignon viele hat. Zwischen den Sammlungen zeitgenössischer Kunst ( Lambert Collection ) und Gemälden ( Musée Angladon und Petit Palais ), dem Museum der Schönen Künste ( Musée Calvet ), der Archäologie ( Musée Lapidaire ) und der antiken Einrichtung und dekorativen Kunst ( Musée Louis Vouland ) Sie haben die Qual der Wahl.
Rabelais wollte die Stadt wegen all der Kirchen, Kapellen und Klöster Ile Sonnante nennen. Man kann hier nicht alle auflisten, aber wir sollten die exquisite Basilika St. Pierre erwähnen , die besonders bei Nachtbeleuchtung faszinierend ist, die majestätische Stiftskirche Saint Didier und die protestantische Kirche des Tempels Saint Martial.
Avignon ist eine Stadt, die dank der vielen Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden, zu jeder Jahreszeit mit Gewinn besucht werden kann. Im Juli, in der das Avignon Theatre Festival stattfindet , erhält Avignon noch eine ganz andere Dimension .
Dieses Festival für Tanz, Musik und Theater wurde 1947 vom Schauspieler und Regisseur Jean Vilar gegründet (2016 ist das 60. Festival). Die Shows werden überall in Avignon aufgeführt, sogar auf der Straße. Heute genießt es internationales Renommee. Mit dem weniger formellen, alternativen Festival Off wurde eine engere Beziehung zum jungen Publikum aufrechterhalten.
Wenn Sie mit dem Auto anreisen: Bei allen Fußgängerzonen und Einbahnstraßen kann das Fahren für diejenigen, die die Stadt noch nicht kennen, schwierig sein. Darüber hinaus ist das Parken manchmal ein Albtraum. Wenn Sie in einem der Hotels der Stadt übernachten, erkundigen Sie sich an der Rezeption nach der besten Parkmöglichkeit. Wenn Sie nur für einen Tag anreisen, sollten Sie Ihr Auto auf einem der Stellplätze außerhalb der Stadtmauer abstellen, z. B. auf dem Parking des Italiens oder auf der Ile Piot. Beide haben alle paar Minuten einen kostenlosen Shuttleservice in die Stadt, der im Sommer sogar bis spät in den Abend fährt.
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Und hier noch einige Daten und Fakten zur Geschichte von Avignon:
Avignon in derAntike
Die Besiedlung des Gebietes um Avignon geht bis in die Jungsteinzeit, ins vierte Jahrtausend vor Christus zurück. Erste Besiedlungsspuren konnten auf dem steilen Felshügel Rocher des Doms nachgewiesen werden, der die Bewohner sowohl vor Feinden als auch vor regelmäßigen Hochwassern der Rhône schützte.
Etwas später gründete das keltoligurische Krieger- und Fischervolk der Kavaren eine erste befestigte Ansiedlung mit dem Namen Aouenion, was so viel wie „Herr der Wasser“ bedeutet.[
Dank der günstigen strategischen Lage legten im sechsten oder fünften Jahrhundert vor Christus die Phokäer von Marseille einen befestigten Flusshafen und einen Warenumschlagsplatz (Emporion) namens Avenio an, der vor allem flussabwärts verschiffte Waren aufnehmen sollte. Der neue Name bedeutete so viel wie „Stadt der gewaltigen Winde“ und findet sich auch auf Münzen geprägt.
Unter der ab 48 v. Chr. beginnenden römischen Herrschaft kommt es zum Ausbau des Flusshafens[und zur Umbenennung der Stadt in Colonia Iulia Augusta Avenionesium. Außerdem wurde die Stadt zu einem florierenden Gemeinwesen erweitert. Kaiser Hadrian verlieh ihr den Status einer römischen Kolonie.
Von der römischen Stadt sind nur wenige Überreste erhalten geblieben. Lediglich Teile einer Säulenhalle und eines Forums zeugen noch von der antiken Architektur. Die meisten Bauten wurden vermutlich zur Zeit der Päpste zerstört oder überbaut.
Avignon im Mittelalter
Die Christianisierung wurde möglicherweise Ende des dritten Jahrhunderts vollzogen. Außerhalb der Stadtmauern existierte eine kleine christliche Gemeinde, die als Vorläuferin der Abtei Saint-Ruf gilt.
Während der Völkerwanderung verlor Avignon an Bedeutung. Kriege und Epidemien sorgten für einen Rückgang der Bevölkerungszahl, so dass nur noch ein kleiner Bezirk um den Rocher des Doms besiedelt blieb. 737 verbündete sich die Stadt mit den in die Provence einfallenden Sarazenen. Als Vergeltung kam es in der Schlacht bei Avignon zur Eroberung durch die Truppen Karl Martells, die die Stadt bis auf die Grundmauern niederbrannten.
Danach setzte die Entwicklung des Feudalwesens und eine lang anhaltenden Periode des Friedens ein. Die Herrschaft über die Stadt wurde unter dem Bischof, der einen eigenen Palast neben der Kathedrale besaß, und dem Provencegrafen aufgeteilt, der auf dem Gipfel des Rocher des Doms residierte.
Im Jahr 932 bildete sich aus den Königreichen von Provence und Hochburgund das Königreich Arelat heraus, in dem Avignon eine der wichtigsten Städte wurde. Mit Angliederung des Königreiches von Arles an das Heilige Römische Reich 1032 unterstanden Avignon und die Provence dem deutschen Kaiser. Die Rhône bildete zum Königreich Frankreich von nun an die neue westliche Grenze des Kaiserreiches und konnte nur über die alte Holzbrücke bei Avignon überquert werden.
Im zwölften Jahrhundert errang Avignon den Status einer sich selbst verwaltenden Stadtrepublik nach italienischem Vorbild. In dieser Zeit entstand ein erster Mauerring und die St.-Bénézet-Brücke, mit der sich die Stadt zu einem bedeutsamen Durchreisepunkt im Süden Frankreichs entwickelte.
Zur Zeit der Albigenserkriege kämpfte die Stadt auf Seiten der Albigenser und verweigerte König Ludwig VIII. 1226 die Durchreise, was zur Belagerung von Avignon führte. Avignon wurde drei Wochen lang ausgehungert und musste schließlich kapitulieren. Es kam zur Zerstörung der Festungsanlagen und zu einer schweren Beschädigung der Brücke.
Um 1250 schaffte Ludwigs Bruder Karl I. von Anjou die kommunale Selbstverwaltung wieder ab und stellte die Stadt zurück unter gräfliche Herrschaft. Seit 1290 gehörte sie dem Grafen der Provence Karl II. von Anjou, der zugleich König von Neapel und ein treuer Vasall der Kirche war.
Bereits 1303, noch vor Ankunft der Päpste, gründete Papst Bonifaz VIII. die Universität Avignon in Konkurrenz zur Pariser Sorbonne.
Papsttum von Avignon
Anfang des vierzehnten Jahrhunderts führten Machtkämpfe in Rom dazu, dass Avignon für siebzig Jahre lang zum Sitz der Päpste und damit zur Hauptstadt des Christentums wurde. Nach dem kurzen Pontifikat des bereits 1304 verstorbenen Benedikt XI. ließ sich sein Nachfolger Clemens V. mit Unterstützung des französischen Königs Philipp der Schöne als erster Papst auf französischem Boden krönen. Nach der Krönung in Lyon wurde die päpstliche Residenz zunächst in die Grafschaft Venaissin verlegt, die seit dem Ende der Katharerkreuzzüge päpstliches Eigentum war.[ Im Jahr 1309 erfolgte der Umzug nach Avignon. Clemens’ Nachfolger Johannes XXII., vorher Bischof von Avignon, nahm zunächst seinen dauerhaften Sitz im Bischofspalast ein. Benedikt XII., ein hochgebildeter Zisterzienser, ließ den ersten Teil des Papstpalastes (Alter Palast) bauen. Clemens VI., der als prunk- und kunstliebend galt, errichtete den Neuen Palast. Außerdem kaufte er 1348 die Stadt für 80.000 Goldgulden von Johanna I. aus Neapel und verleibte Avignon somit dem Kirchenstaat ein. Innozenz VI., der von 1352 bis 1362 amtierte, ist die heutige Stadtmauer zu verdanken.
Schon Urban V. versuchte wieder nach Italien zurückzukehren, doch erst Papst Gregor XI. gelang es, sich gegen den französischen König durchzusetzen und 1377 den Sitz zurück nach Rom zu verlegen. Dabei bekam er moralische Unterstützung von Katharina von Siena, die ihm half das Exil zu beenden. Da die französischen Kardinäle mit der Wahl seines Nachfolgers Urban VI. unzufrieden waren, wählten sie Clemens VII. zum Gegenpapst, der erneut von Avignon aus sein Amt ausübte. Mit dieser Wahl setzte das Große Abendländisches Schisma ein, das zur Spaltung der katholischen Kirche führte und erst wieder mit dem Konzil von Konstanz 1414 beendet wurde. Als letzter Papst übte Benedikt XIII. von 1394 bis 1417 sein Pontifikat in Avignon aus. Insgesamt residierten sieben römische Päpste in der Stadt, außerdem zwei Gegenpäpste, die nicht von der katholischen Kirche anerkannt wurden.
Die Verlegung des Papstsitzes nach Avignon sollte sich nachhaltig auf das Stadtbild auswirken. Der mächtige Papstpalast entstand und um die Stadt herum ein Verteidigungswall. Hinzu kamen gotische Kirchen, Klöster und Türme sowie eindrucksvolle Kardinalslivrées. Der neue Papsthof wurde zu einem der glanzvollsten Höfe des Mittelalters. Mit dem Papsttum begann gleichzeitig der Aufschwung der Stadt. Avignon wurde zu einem intellektuellen, künstlerischen und kulturellen Zentrum. Im Gefolge der Päpste strömten viele Menschen in die Stadt, darunter Kardinäle, Kleriker, Adlige, Handwerker und Kaufleute. Aber auch Architekten, Bildhauer und Künstler wurden angezogen, wie etwa die italienischen Maler Matteo Giovanetti und Simone Martini oder der Dichter Francesco Petrarca. Zu der Zeit sollen etwa 30.000 Menschen in der Stadt gelebt haben, womit Avignon zu den großen Städten Westeuropas zählte.
Jedoch konnten nicht alle Menschen gleichermaßen vom neuen Reichtum profitieren. Während innerhalb der Stadtmauern vor allem die Kardinäle und Adligen in Prunk und Wohlstand lebten, wurden die äußeren armen Stadtviertel von immer mehr Bettlern, Tagelöhnern und Prostituierten bewohnt. Die schlechten hygienischen Zustände begünstigten 1349 den Ausbruch der Pest, die ungefähr 11.000 Menschen das Leben kostete. Darüber hinaus litt die Bevölkerung unter Dürreperioden, Hungersnöten und umherstreifenden plündernden Soldaten des Hundertjährigen Krieges.
Frühe Neuzeit
Nach dem Weggang des letzten Gegenpapstes Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts blieben Avignon und die Grafschaft Venaissin unter Verwaltung eines päpstlichen Gesandten. Als 1481 die Provence an das Königreich Frankreich fiel, hatte die Stadt sogar den Status einer päpstlichen Enklave auf französischem Boden.
Von den in Frankreich wütenden Hugenottenkriegen blieb auch Avignon nicht verschont. Nachdem es in Orange zur Zerstörung zahlreicher kirchlicher Güter durch Protestanten gekommen war, wurden von Avignon aus päpstliche Truppen in die Stadt entsandt, die dort ein Massaker veranstalteten. Als Vergeltungsmaßnahme wurde Avignon 1562 durch den Baron des Adrets belagert.
In den darauffolgenden Jahrhunderten bis zur Französischen Revolution erlebte Avignon eine glückliche Zeit, in der es zum Bau neuer Häuser, Kirchen, Monumente und Hôtels kam. Eine Ausnahme bildete der Ausbruch der Großen Pest im Jahr 1721, der die zuvor 24.000 Einwohner zählende Stadt auf ein Viertel ihrer Bevölkerung dezimierte.
Nach der Französischen Revolution
Die Französische Revolution spielte sich in der Provence vor allem in den großen Städten Marseille, Aix, Arles und Avignon ab. 1790 kam es in der Provence zur Verwaltungsaufteilung in Départements. Für die Bildung des Départements Vaucluse wurde im Zuge der einsetzenden Entchristianisierung eine rasche Angliederung der päpstlichen Gebiete an Frankreich gefordert, was in Avignon zu einer papsttreuen Konterrevolution führte. Diese blieb jedoch ohne Erfolg. Revolutionäre Truppen annektierten 1791 Avignon und die Grafschaft Venaissin, die damit ihren Sonderstatus verloren. 1793 wurde Avignon Hauptstadt des neu geschaffenen Départements Vaucluse. Bei den revolutionären Kämpfen kam es in der Stadt zur Zerstörung vieler Bau- und Kunstdenkmäler.
Zur Zeit des Zweiten Kaiserreiches wurde das Stadtbild weiter verändert. Es kam zur Verbreiterung der Rue de la République, zur Vergrößerung des Place Pie und zur Anlage von Lustgärten am Rocher des Doms. ( quelle: wikipedia 2020)
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